Grabenräumung und Gewässerpflege
In Auen und Moorgebieten ist die Unterhaltung der Entwässerungsgräben eine wichtige Voraussetzung zur Flächenbewirtschaftung. Gleichzeitig sind diese Gebiete für die Natur und den Artenschutz besonders wertvoll. Walter Seifert von der PRO REGIO Landschaftsentwicklungs GmbH Ravensburg hat die gängigen Räummethoden zusammengestellt und gibt Empfehlungen wie Konflikte mit dem Naturschutz vermieden werden können. Die verheerende Auswirkung der Grabenfräse auf die Tierwelt hat in der Vergangenheit einzelne Landwirte in ein schlechtes Licht gerückt. Dies hat dazu geführt, dass mittlerweile Fräsen in ständig wasserführenden Gräben verboten sind. Ausgenommen sind nur noch überwiegend trockene Gräben, die z.B. nur bei Starkregen Wassern führen. Im Rahmen von praktischen Räumbegleitungen auf fast 200 km wurden die Auswirkungen der Räumgeräte auf den jeweiligen Gewässertyp untersucht. Wichtigstes Untersuchungsergebnis für die Landwirtschaft ist, dass es einfach erkennbare Grabentypen gibt, in denen auch weiterhin der Einsatz der kostengünstigen Grabenfräse vertretbar ist.
Tipps für die Praxis
Hinweise für den Einsatz des Mähkorbs, für die Räumung von Fließgewässern und für kleine Gräben
Grabenunterhaltungspläne erstellen lassen
Grabenunterhaltungspläne sollen neben dem gesamten Grabensystem sowohl die Gesichtspunkte einer reibungslosen Landbewirtschaftung als auch eine ökologische Bewertung der Gräben enthalten.
Gewässertypisierung
Gewässertyp 3 — Gewässer-Gräben mit ganzjährig strömendem Wasser und Gewässertyp 2 — Meist ganzjährig wasserführende zeitweise aber stagnierende Gräben (Sammler).
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